Baby kann wieder durchatmen - dank dem OLAF® Nasensauger

Wir müssen unser Kind mit allen Mitteln fördern…

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...das suggeriert bereits jeder Spielzeugkatalog in geradezu absurder Weise. Der grellste Plastikkram erfährt eine höhere Weihe durch den Spruch "Zur Förderung des Greifens", alles Rollbare dient angeblich der "Förderung der Motorik" und so fort. Selbst eine Puppe, mit der einfach nur fröhlich gespielt wird, muss einem höheren Zweck dienen: "Fördert das Rollenspiel!", heißt es dann. "Fördern Sie Ihr Kind, bevor es zu spät ist!", schreit es von überall in Großbuchstaben. Eltern sollen ihr Kind in allen fördern, was es nach und nach ohnehin von selbst lernt: Greifen, Fortbewegung, Sprechen, Neugierde, Gleichgewichtssinn, Gelenkigkeit, Lernfähigkeit... 
Distanzieren Sie sich selbstbewusst von dem, was da auf Sie einströmt. Nehmen Sie sich lieber in Ruhe Zeit, Ihr Kind kennenzulernen. Es wird in seinem eigenen Tempo einen Entwicklungsschritt nach dem anderen tun. Sie können das nicht forcieren, nur unterstützen. Entwicklung lässt sich nicht beschleunigen. Keine Angst, Sie "versäumen" nichts und Ihr Kind auch nicht. Genießen Sie es zu sehen, wie Ihr Kind sich nach seinem inneren "Plan", aus sich heraus, entwickelt.
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. - sagt auch ein afrikanisches Sprichwort. 

Spielen ist ein angeborenes, tiefes Bedürfnis von Kindern. Man kann auch sagen, es ist ihr "Beruf". Alles was sie in der Hand halten, sehen oder fühlen, verwandelt sich bei ihnen schnell zu einem Spiel. Ob sie Plastikschüsseln ineinander stellen, mit einem Stöckchen in der Matschpfütze zeichnen, dem Teddy mit einer leeren Tasse etwas zu trinken geben oder im Umzugskarton in See stechen. 
Auf diese Weise versuchen sie, dem Geheimnis der Dinge um sie herum auf die Spur zu kommen, ihre kleine Welt zu erkunden und zu verstehen. Sie lernen und forschen und entwickeln sich dabei weiter - geistig, motorisch, emotional und sozial.
Dafür nehmen sie sich die Zeit, die sie brauchen. Wenn ein Kind gefühlte tausendmal auf den Knopf der Stehlampe gedrückt hat, begreift es: So geht Licht an. Und kann sich jetzt einem neuen Spiel und damit einer neuen Lernaufgabe widmen.

Das erste Spielzeug des Babys ist sein Körper. Es spielt mit seinen Füßen, untersucht seine Hände. Aber es fasziniert ihn auch alles, was in seiner Nähe liegt. Das will es "begreifen" und in den Mund stecken. Ob es sich dabei um die kleine Stoffgiraffe handelt oder um den Eierbecher auf dem Frühstückstisch, ist ihm ganz egal. Deshalb ist Aufpassen angesagt. In dieser frühen Phase des Spiels - es nennt sich Funktionsspiel - lernt das Baby, Zusammenhänge zu verstehen: Wenn ich Rassel hochnehme, kommt ein Geräusch. Wenn ich den Schnuller aus dem Buggy werfe, ist er weg. Wenn ich gegen die Tür drücke, knallt sie zu.

So unterstützen Sie Ihr Kind beim Spielen:
- Bieten Sie ihm verschiedene Dinge zum Spielen an - aus unterschiedlichen Formen, Farben, Materialien.
- Seien Sie Spielpartner und Spielzeug gleichzeitig. Indem Sie gemeinsam kuscheln, Kitzelspiele spielen, singen, erste Bilderbücher anschauen.
- Stellen Sie Alltagsgegenstände zur Verfügung. Eine Schublade in der Küche mit Plastikschüsseln, Schneebesen und interessanten (und ungefährlichen!) Gegenständen zum Ausräumen und betasten.

- Stellen Sie ihm Papier und Buntstifte zur Verfügung. Auch Fingerfarben und Knete, damit es matschen und formen kann.
- Wenn Sie ihm Spielzeug schenken, schenken Sie ihm auch Zeit mit. Zum gemeinsamen Spielen, Konstruieren, Türme- und Straßenbauen.
- Kinder spielen nicht gern allein in ihrem Zimmer. Sie brauchen das Gefühl von Geborgenheit, um spielen zu können. Das haben sie, wenn Mama und Papa in der Nähe sind. Im Wohnzimmer zu spielen sollte also gestattet sein.
- Und immer wieder vorlesen: Machen Sie es sich dabei gemütlich und lassen Sie sich von Ihrem Kind leiten: welche Bilder es interessiert, welche Geschichte es wieder und wieder hören will.

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